Tipico und Sportschau: Werbung mit Suchtpotenzial

betting > tipico sportwetten werbung


Einerseits geben ihre Vereine viel Geld für teure Präventionskurse aus, die sie über die Gefahren der bet wettanbieter ohne lugas Spielsucht aufklären. Andererseits kommt man weder im Netz, noch im Fernsehen und auch im Stadion kaum an Sportwettenwerbung vorbei. Der Deutsche Fußball-Bund lässt sich von bwin sponsern. Der ehemalige Nationaltorwart Oliver Kahn verkaufte sein prominentes Werbegesicht an Tipico.

  • Social-Media-Kampagnen mit kurzen, actionreichen Clips
  • Angebote für Neukunden wie "100% Einzahlungsbonus" oder "Wett-Credit"
  • Betonung der einfachen Bedienung der Wett-App
  • Werbung für spezielle Aktionen zu Großereignissen wie der Champions League

Und auch Rekordnationalspieler Lothar Matthäus pfeift auf seine Vorbildfunktion und ist sich nicht zu schade, als Werbeonkel für Interwetten aufzutreten. Warum also bot die Sportschau den Wettfirmen lange Zeit so eine prominente Bühne? Eigentlich sieht der Glücksspielstaatsvertrag wegen des Jugendschutzes zwischen 6 und 21 Uhr eine sogenannte Embargozeit vor, in der keine TV-Werbung für virtuelles Automatenspiel, Onlinepoker und Onlinecasinospiele laufen darf. Für Sportwettenanbieter gilt dieses Verbot jedoch ausgerechnet nicht. Immerhin nimmt der Staat von jedem Euro Wetteinsatz 5,3 Prozent Steuern ein. Bei einem Jahresumsatz, der laut Deutschem Sportwetten-Verband 2022 bei 8,2 Milliarden Euro lag, klingelt es da ordentlich in der Kasse.Außerdem verweist die ARD auf Anfrage auf die exklusiven Vorrechte von Event- beziehungsweise Verbandssponsoren. Das gelte auch für die Firma Tipico als Premiumartner der DFL. Außerdem verweist die ARD auf Anfrage auf die exklusiven Vorrechte von Event- beziehungsweise Verbandssponsoren. Zeigt die ARD-Sportschau am Samstag ab 18 Uhr also Bundesligafußball, nutzt sie die Medienrechte der DFL.

  • Einsatz von Hashtags wie #Tipico oder #Wettsieg in sozialen Medien
  • Werbung für Sportwetten als unterhaltsame Begleitung zum Spiel
  • Kampagnen, die auf den Gemeinschaftsaspekt ("Tipprunde") setzen
  • Gezielte Ansprache von jungen, sportbegeisterten Erwachsenen
  • Integrierte Wettmöglichkeiten in Livetickern von Sport-Apps

Wie die ARD weiterschreibt, gehört zu diesem Paket auch die Tipico-Werbung. Zwar ist Tipico auch in dieser Saison noch Partner der DFL. Doch nach eigener Aussage verzichtet die Firma nun auf ihr Recht, als Sponsor in der ARD-Sportschau aufzutauchen.

  • E-Mail-Marketing mit personalisierten Wettvorschlägen
  • Werbeaktionen an Verkaufsstellen (Bars, Kioske) mit QR-Codes
  • Bewerbung von "Sicherheitswerkzeugen" wie Einzahlungslimits
  • Werbung für die mobile Nutzung ("Wetten von unterwegs")

Wenn schon die ARD nicht den Willen hatte, den Vertrag zu kündigen, dann eben auf diesem Weg. Jede Stadionbande, Trikotbrust und Sendeminute ohne Sportwettenwerbung ist die allerbeste Prävention. Die SPD will stärker gegen Sportwetten und illegales Glücksspiel vorgehen – doch das beißt sich mit aktuellen Plänen des FDP-Justizministeriums. Berlin – Wer im Fernsehen die Bundesliga verfolgt, kommt an Sportwettenwerbung nicht vorbei. Aufforderungen für „Ihre Wette in sicheren Händen“ oder den „sicheren Tipp für euch“ sind omnipräsent. Sie richten sich vor allem an junge, sportbegeisterte Männer. Diese Gruppe ist laut Experten besonders anfällig für Sportwetten. Mit markigen Werbeslogans wie „das bet sportwetten anbieter bonus vergleich ist unser Spiel“ soll der Eindruck erweckt werden, Sport und Wetten gehören zusammen. Die Risiken des Glücksspiels werden jedoch weitgehend ausgeblendet. Die Politik will deshalb gegensteuern: Sportwetten sollen strenger reguliert und die Branche härter bestraft werden. So lautet der Konsens der Fachtagung des Fachverbandes Glücksspielsucht (FAGS) in Berlin, die von Donnerstag bis Freitag stattfand. Denn wie der Bundesdrogen- und Suchtbeauftragte Burkhard Blienert (SPD) klarstellte: „Die Werbung von heute schafft die Glücksspielsucht von morgen“. Rund 1,3 Millionen Menschen in Deutschland sind süchtig nach Glücksspielen. Das sind 2,3 Prozent der Bevölkerung, wie aus dem jüngst vorgestellten Glücksspielatlas hervorgeht. Weitere 3,25 Millionen Menschen zeigen erste Symptome einer sogenannten Glücksspielstörung und damit ein riskantes Glücksspielverhalten.

  • Aufforderungen zur Teilnahme an Sportwetten mit prominenten Fußballspielern als Testimonials
  • Werbung für Live-Wetten während laufender Bundesliga-Spiele
  • Anzeigen mit großen Gewinnsummen und jubelnden Personen
  • Sponsoring von Sportübertragungen mit eingeblendeten Wettquoten
  • Werbebotschaften, die auf "Spannung" und "mitfiebern" abzielen

Das bedeutet, den Spielern entgleitet langsam die Kontrolle, sie spielen häufiger und setzen mehr Geld ein. Dabei geht es nicht nur um Sportwetten, sondern auch um Spielautomaten oder Kasinos. Die Folge laut Blienert: „Menschen können Geld, Familie oder Beruf verlieren, gegebenenfalls sogar das Leben.“ Der erste Einstieg in das Glücksspiel sei die Werbung.

Alles zum Tipico WM-Pick!

Hierzu hat sich die Glücksspielaufsicht nach unserer Kenntnis noch nicht geäußert. Ehemalige Sportler dürfen noch Werbung machen, nach unserer Kenntnis ist „ehemalig“ allerdings nicht eindeutig definiert. Und eine Vorbildfunktion endet ja nicht mit der aktiven professionellen Ausübung eines Sports… Werbung für Zigaretten und Schnaps sieht man gar nicht mehr im Stadion. Stimmt, diese Art der Tabakwerbung gehört zum Glück der Vergangenheit an. Tabakwerbung ist nach dem Tabakerzeugnisgesetz (TabakerzG) in Form von Bandenwerbung verboten.

Lob für HSV-Torwart Adler

Alkoholwerbung dagegen ist – zumindest in Bezug auf Bier – nicht so streng reguliert. Die DFL hat Durchführungsbestimmungen für den Einsatz von Werbung im Stadion verabschiedet. Da heißt es in § 4 Abs. 2, der die Inhalte der Werbung regelt: (…) Aussagen sowie eine Bezugnahme auf Alkoholika mit über 15 Vol.-% (Volumenprozent) und Tabak sind verboten. Daran hält man sich auch in den Stadien. „Werbung wirkt eben, wie man so schön sagt“, so Blienert. Mehrere Teilnehmer der Tagung forderten deshalb ein generelles Werbeverbot für Sportwetten. Der Suchtbeauftragte Blienert könnte sich ein Werbeverbot vor 23 Uhr vorstellen, aktuell gilt es bis 21 Uhr.

Bündnis zeigt „Rote Karte für Sportwetten“

Dies erhöht bet fussball wetten tipps morgen die Wahrscheinlichkeit, dass Sportler*innen, Schiedsrichter*innen und Funktionär*innen erpressbar werden oder sich bestechen lassen, um Wettkämpfe zu manipulieren. So ist bekannt, dass das hinter dem „Hoyzer-Skandal“ steckende Netzwerk es gezielt auf wettsüchtige und abhängige Spieler absah (hier gibt es Hintergründe). Glücksspielsucht wird damit zum Einfallstor für Manipulationen, die den offenen Wettbewerb und damit ein wesentliches Element des Sports zerstören. BgSwW-Pressemitteilung: „Pokal-KO für tipico!“ – Keine Wettwerbung auf Amateurplätzen!13. Verbotene Live-Wetten fluten das Netz 22.

➡️ Kann ich bei Tipico legal wetten?

Januar 2025 - 09:30 Innenminister:innen der Länder fordern, dass illegale Glücksspielangebote ausländischer Anbieter für den deutschen Markt „aufgedeckt, konsequent verfolgt und angemessen bestraft werden“16. ARD-Doku: Spielverderber – wie Wettbetrüger den Fußball manipulieren25. BGH ruft EuGH in Sportwetten Prozess an25. Sportwetten bei der EM: Das Spiel und die Sucht7. ZDF frontal: Warum Sportwetten kein harmloses Hobby sind – mit Nico Heymer3. „Die Werbung trägt zur erheblichen Gefährdung der Menschen bei.

Werbung mit Suchtpotenzial

Interessant in diesem Zusammenhang ist Abs. 1. Inhalte, die mit den geltenden gesetzlichen Bestimmungen (…) unvereinbar sind, sind nicht erlaubt. Das hat viele Vereine nicht davon abgehalten, Werbung für illegale Glücksspielanbieter zu schalten. Der Erstligist Borussia Mönchengladbach musste noch im April 2022 seitens des Fachverbandes Glücksspielsucht e.V.

70,00-Quote auf Arsenal-Sieg gegen PSG

gerichtlich dazu gebracht werden, eine Unterlassungserklärung abzugeben und die Werbung für einen illegalen Sportwettanbieter zu verhüllen. Die DFL war vorab nicht tätig geworden. Quellen: gesetze-im-internet.de, DFL und Rheinische Post Gibt es einen Zusammenhang zwischen der Werbung für Sportwetten und der Manipulation von Sportwettkämpfen? Die in den vergangenen Jahren ausufernde, teils aggressive Werbung für Sportwetten verharmlost die Gefahren des Glückspiels und bildet einen idealen Nährboden für die Manipulation von Sportwettkämpfen durch Wettbetrüger. Denn wer sich an Sportwetten beteiligt, kann leicht in (finanzielle) Abhängigkeiten geraten – bis hin zur Spielsucht. Während der Fußballübertragung kann man sich ihr nicht mehr entziehen.“ Kinder und Jugendliche seien der Werbung „ungeschützt ausgesetzt“. Ob es dazu kommt, ist allerdings unklar.

SportWetten, dass..?

Kommentar Ein Verzicht auf Sportwettenwerbung ist die beste PräventionTipico-Werbung ist in der ARD-Sportschau nicht mehr zu sehen. Bis zu dieser Fußball-Bundesligasaison war in der ARD-Sportschau auch Werbung des Wettanbieters Tipico zu sehen. Die Firma verzichtet nun auf ihr Recht, als Sponsor in der Sendung aufzutauchen. Dass damit nun Schluss ist, war überfällig. Sicher, die ARD will in der Sportschau Bundesligabilder zeigen, und Sportrechte sind teuer.

So qualifiziert ihr euch für die Tipico Aktion

Aber ist es das bisschen Fußball wirklich wert? Angesichts der vielen zerstörten Existenzen und eines mittleren, dreistelligen Millionenbetrags, der jedes Jahr für die sozialen Folgekosten der Spielsucht aufgewendet wird, verursacht durch stationäre oder ambulante Therapien. Jedes Mal habe ich mich darüber geärgert, wenn in der 18-Uhr-Sportschau - zwischen den Spielberichten - der reißerische Tipico-Werbeclip, untermalt von aggressiver Musik und dem Slogan „Mach dein Ding!“, gezeigt wurde. Fehlt beim öffentlich-rechtlichen Rundfunk, der sich über Gebührengelder finanziert und anders als die Privaten nicht auf Werbung angewiesen ist, die Sensibilität, dass um diese Zeit viele Jugendliche vorm Fernseher sitzen? Viele Jugendspieler, die ich nach ihrer Einstellung zu Sportwetten gefragt habe, sagten mir, dass sie die Welt nicht mehr verstehen. Das Werbeverbot wird im Glücksspielstaatsvertrag geregelt, den die Bundesländer unter teils intransparenten Verhandlungen beschließen. Blienert appellierte an die Länder, das Gesetz entsprechend zu ändern. Im Weg stehen den strengeren Regularien aber auch Pläne des FDP-geführten Justizministeriums, das Strafrecht anzupassen. Geändert werden sollen laut Eckpunktepapier unter anderem die Paragrafen 284 bis 287 StGB, in denen es um illegales Glücksspiel geht.

Kampagnenname / Maßnahme Ziel Umsetzung Kanal
"Check Dein Spiel" Selbstreflexion der Spieler fördern Online-Test mit Fragen zum Spielverhalten Eigene Website, Social Media
Einblendung von Limits Spieler an Setzung von Limits erinnern Popup in der App nach Login/ vor Einzahlung Tipico App & Webseite
Kooperation mit Beratungsstellen Hilfsangebote bekannt machen Verlinkung und Nennung von "Anonymen Spielern" Footer aller Werbemittel, TV-Spot-Ende
"Time-Out" Feature Werbung Nutzung der Sperrfunktion bewerben Erklärvideo zum temporären Spielausstieg E-Mail-Kommunikation, App

Unter illegales Glücksspiel fallen etwa Pokerrunden, Wettanbieter ohne Lizenz sowie ein Drittel aller Spielautomaten. Blienert findet es richtig, dass Spielsüchtige dadurch gewissermaßen entkriminalisiert werden. Aber es sei jedoch nicht nachvollziehbar, dass gleichzeitig damit auch Anbieter von illegalem Glücksspiel profitierten. „Das ist absolut kontraproduktiv, ja geradezu abenteuerlich.“ Deshalb lehnt er die Pläne ab. Neben der Werbung sollen auch die Anbieter von Glücksspiel stärker reguliert werden. Sie haben ihren Sitz in der Regel in Ländern wie Malta, wo sie sich deutschem Recht entziehen. Der Fachverband Glücksspielsucht will dagegen vorgehen und präsentierte am Rande der Sitzung einen juristischen Erfolg. So hat der Verband das in Malta ansässige Unternehmen Tipico erfolgreich abgemahnt, weil sie sich im Stadion des FC Bayern München nicht an die aktuellen Regeln gehalten haben. Der Wettanbieter warb mit dem Slogan „Jetzt Wette abgeben“, eine Spielaufforderung, die nicht zulässig ist.