Erlaubnisfähiges Glücksspiel

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Die Legalisierung betrifft nicht nur die Anbieter, sondern auch die brasilianische Bevölkerung, die künftig legale und regulierte Angebote nutzen kann. Für Spielende wird dies vor allem mehr Transparenz und Sicherheit bedeuten. Anbieter müssen nun strengen Regularien folgen, die unter anderem sicherstellen sollen, dass Glücksspiel fair und nachvollziehbar abläuft.

Was ist mit dem Kinder- und Jugendschutz?

Die Bruttospiel-Erträge bei Sportwetten hätten 2022 bei 1,4 Milliarden Euro gelegen. Zum Vergleich: Bei Lotterien seien es 4,1 Milliarden und bei Geldspielautomaten 4,8 Milliarden Euro gewesen. Der Zuwachs bei Sportwetten sei seit der Legalisierung 2020 stark, heißt es weiter. Laut der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL) haben inzwischen 30 Anbieter von Sportwetten eine Erlaubnis. „Öffentliche Glücksspiele dürfen in Deutschland nur mit Erlaubnis der zuständigen deutschen Behörde veranstaltet oder vermittelt werden.

Zukunftsszenarien und Anpassungsstrategien

Das Veranstalten oder Vermitteln ohne diese Erlaubnis (unerlaubtes Glücksspiel) ist verboten“ (vgl. insbesondere § 4 Abs. 1 und 5 Glücksspielstaatsvertrag 2021 – GlüStV 2021 –). „Auch Werbung für unerlaubte Glücksspiele ist verboten“ (§ 5 Abs. 7 GlüStV 2021).

Zwei Jahre Experimentierphase

Gegen das unerlaubte Glücksspiel wird aufsichtlich vorgegangen. Wer ohne die erforderliche Erlaubnis öffentliche Glücksspiele in Deutschland anbietet, kann sich darüber hinaus strafbar machen. Dies gilt auch unabhängig davon, ob der Antrag auf Erteilung einer glücksspielrechtlichen Erlaubnis grundsätzlich genehmigungsfähig wäre (vgl. BGH, Urteil vom 27. Februar 2020 – 3 StR 327/19). Das brasilianische Finanzministerium hat klare Richtlinien für die kommende Legalisierung formuliert.

Modell Beschreibung Beispiel-Land Vor-/Nachteile
Konzessionsmodell Staat vergibt limitierte Lizenzen an private Anbieter Deutschland, Italien + Kontrolle, - mögliche Marktverzerrung
Monopolmodell Nur ein staatlicher oder staatlich beauftragter Anbieter Finnland (Veikkaus), Norwegen + Übersichtlichkeit, - geringeres Angebot/Innovation
Open-Market-Modell Freier Marktzugang für alle regulierten Anbieter Großbritannien, Malta + Wettbewerb, - intensivere Regulierungsaufsicht nötig

Online-Glücksspielanbieter müssen sicherstellen, dass ihre Spiele einen zufälligen Charakter haben.

Zeitraum Erwartete Marktgröße (DE, in Mrd. € Umsatz) Wachstumstreiber Potenzielle Herausforderungen
1-2 Jahre nach Einführung 8 - 10 Legalisationseffekt, neue Kunden Anlaufschwierigkeiten, Aufbau der Aufsicht
3-5 Jahre nach Einführung 12 - 15 Marktreifung, Mobile/In-Play-Wetten Regulierungsanpassungen, Suchtprävention
5+ Jahre nach Einführung 15 - 20 Innovation (z.B. VR, KI-gestützte Wetten) Internationaler Wettbewerb, steigender Regulierungsdruck

Damit sind insbesondere beliebte Spielvarianten wie Slots, Poker und Blackjack gemeint, die in Zukunft in Brasilien legal verfügbar sein werden. Auch klassische Casinospiele wie Roulette sollen zu den erlaubten Angeboten gehören.

Juli 2021

Nach Maßgabe des GlüStV 2021 bet online sportwetten illegal und ggf. weiterer bundes- und landesrechtlicher Bestimmungen sind folgende Glücksspielarten (unabhängig von der konkreten Zuständigkeit der GGL) erlaubnisfähig: Eine Erlaubnis für öffentliche Glücksspiele im Internet darf nur für den Eigenvertrieb und die Vermittlung von Lotterien, für die Veranstaltung, Vermittlung und den Eigenvertrieb von Sportwetten und Pferdewetten sowie für die Veranstaltung und den Eigenvertrieb von Online-Casinospielen, virtuellen Automatenspielen und Online-Poker erteilt werden. Terrestrisch ist zudem der Betrieb von Spielbanken, Sport- und Pferdewettvermittlungsstellen, Lotto-Annahmestellen der Veranstalter nach § 10 Absatz 2 GlüStV 2021, örtliche Verkaufsstellen der Lotterieeinnehmer der Gemeinsamen Klassenlotterie der Länder, Spielhallen sowie das Aufstellen von Geldspielgeräten mit Gewinnmöglichkeit nach der Spielverordnung in der jeweils geltenden Fassung erlaubnisfähig Für die Erlaubniserteilung von erlaubnisfähigen Glücksspielangeboten im Internet ist die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder im Rahmen der zugewiesenen Aufgaben (z. Bsp. § 22c GlüStV 2021 sowie das staatliche Lotterieangebot) zuständig.

für Sportwetten (Sportart, Wettbewerbe, Wettmärkte)

Als Erlaubnis- und Aufsichtsbehörde ist die GGL im Auftrag der Länder für die Erlaubniserteilung und Überwachung folgender Glücksspielarten zuständig: Brasilien, beliebt als Urlaubsziel und für Auslandsjahre, bereitet sich auf eine umfassende Legalisierung von Online-Glücksspiel und Sportwetten vor. Ab dem 1. Januar 2025 soll es internationalen Anbietern erlaubt sein, offiziell ihre Dienste im Land anzubieten. Diese neue Regelung könnte den brasilianischen Glücksspielmarkt stark verändern und internationalen Investoren attraktive Möglichkeiten eröffnen. Bereits jetzt haben viele Anbieter, wie etwa Betano und Sportingbet, ihre Anträge eingereicht, um in einem der vielversprechendsten Wachstumsmärkte aktiv zu werden. Eine der zentralen Anforderungen ist, dass Spieler vorab über alle Gewinnmöglichkeiten und Quoten informiert werden. Das sorgt für Transparenz und Sicherheit, ein wichtiger Punkt für viele Kritiker des Glücksspiels. Jedes Spiel muss außerdem eine Mindest-RTP (Return to Player) von 85 % aufweisen, um den Spielern faire Gewinnchancen zu bieten. Die Regularien wurden bereits Ende Juli 2024 veröffentlicht, und Anbieter hatten bis zum 20. August die Möglichkeit, ihre Lizenzanträge einzureichen. Zusätzlich zu den technischen Anforderungen wurden auch Regelungen bezüglich der finanziellen Rahmenbedingungen erlassen.

  • Technische Voraussetzungen für eine sichere Lizenzierung
  • Implementierung von Sperrsystemen (z.B. OASIS in Deutschland)
  • Anforderungen an die Geldwäscheprävention (AML)
  • Notwendigkeit von Echtzeit-Überwachungssystemen für verdächtige Wetttätigkeit
  • Sicherstellung des Datenschutzes (DSGVO)

Die Anbieter müssen nicht nur eine hohe Transparenz bei den angebotenen Spielen gewährleisten, sondern auch sicherstellen, dass alle Gewinne ordnungsgemäß ausgezahlt werden. Das Finanzministerium stellt hierbei strenge Auflagen auf, die es ermöglichen sollen, den Markt besser zu kontrollieren.

Empfänger Prozentuale Verteilung (Vorschlag A) Prozentuale Verteilung (Vorschlag B) Verwendungszweck
Allgemeiner Staatshaushalt 50% 30% Allgemeine Ausgaben
Suchthilfe & Prävention 25% 40% Beratungsstellen, Forschung, Aufklärung
Sportförderung (Breiten- & Spitzensport) 20% 25% Vereine, Jugendförderung, Infrastruktur
Glücksspielaufsichtsbehörde 5% 5% Finanzierung der Regulierung und Kontrolle

Die Entscheidung der brasilianischen Regierung, Online-Glücksspiel und Sportwetten zu regulieren, stellt einen Meilenstein dar. Bislang war Glücksspiel in Brasilien weitgehend verboten, und die Aktivitäten beschränkten sich auf graue Märkte oder Offshore-Anbieter. Durch die Legalisierung sollen Einnahmen für den Staat generiert und gleichzeitig sichere Rahmenbedingungen für Spieler geschaffen werden.

Wie viele Menschen leiden an Spielsucht und wo gibt es Hilfe?

Der Karlsruher Senat hat das Verfahren ausgesetzt. Der EuGH soll klären, ob die unionsrechtliche Dienstleistungsfreiheit eines Anbieters mit Sitz in einem anderen EU-Land - hier Malta - der Erstattung von Verlusten bei unerlaubten Sportwetten entgegensteht. Es stellt sich die Frage, ob Sportwettverträge nichtig sind, wenn der Anbieter eine deutsche Lizenz beantragt hatte, das Verfahren dafür aber unionsrechtswidrig durchgeführt wurde. Aus Sicht ihrer Anwälte nur Warten: Durch die EuGH-Vorlage werde ein Grundsatzurteil zugunsten der Spieler lediglich verzögert, aber nicht verhindert, sagt Rechtsanwalt Claus Goldenstein, dessen Kanzlei nach eigenen Angaben mehr als 4500 Mandanten in ähnlichen Klagen vertritt. «Betroffene Glücksspieler sollten sich davon nicht verunsichern lassen und Online-Wettverluste schnellstmöglich zurückfordern, um eine Verjährung von bestehenden Rechtsansprüchen zu verhindern.» Gamesright erklärte: «Auch wenn wir heute keine endgültige Entscheidung erhalten haben, sind wir zuversichtlich, dass die Klärung auf europäischer Ebene die nötige Rechtssicherheit für alle Beteiligten bringen wird.» Tipico verweist darauf, dass der EuGH in einem strafrechtlichen Fall schon klar entschieden habe, dass das Fehlen einer deutschen Konzession aufgrund eines intransparenten Vergabeprozesses den in der EU lizenzierten Anbietern nicht entgegengehalten werden dürfe.

Die Spielsuchtbekämpfung steht im Vordergrund

«Wir sind sehr zuversichtlich, dass der EuGH dies auch im konkreten Fall so bestätigen wird», erklärt Tipico-Anwalt Ronald Reichert. Auch der Deutsche Sportwettenverband zeigte sich «zuversichtlich, dass der EuGH im Sinne der Anbieter und der europäischen Dienstleistungsfreiheit entscheiden wird». Der BGH steht eher aufseiten der Spieler. Der Vorsitzende Richter Thomas Koch betont auch jetzt, dass der Senat im Grunde dazu neige, Sportwettenverträge ohne Konzession als nichtig anzusehen, auch wenn die Anbieter eine Erlaubnis schon beantragt hatten. Bei dieser Einschätzung sei auch die bisherige Rechtssprechung des EuGH berücksichtigt worden.

Gerichtliche Entscheidungen: BGH-Beschlüsse zu illegalen Sportwetten

Ein verbraucherfreundliches Urteil könnte eine noch größere Klagewelle lostreten als ohnehin schon. Das liegt zum einen daran, dass mehrere Firmen vor Jahren in der rechtlich unklaren Lage Sportwetten angeboten hatten. Zum anderen haben sich Kanzleien und Unternehmen auf diese Art von Klagen spezialisiert - wie Gamesright. Ein Urteil im Sinne der Spieler könne viele Betroffene ermutigen, Verluste zurückzufordern, sagt Co-Gründer Hannes Beuck. «Wir gehen davon aus, dass wir nach einem positiven Urteil schnellere und höhere Rückzahlungen erreichen können.» Dem Glücksspielatlas zufolge nahmen 2021 fünf Prozent der Bevölkerung an Sportwetten teil - eine Verdopplung binnen zwei Jahren. Wie Miriam Prellwitz bei onlinecasinosdeutschland.com schrieb, könnte dies ein Wendepunkt für die Branche sein.

  • Vergleich der Regulierungsmodelle in EU-Ländern wie Deutschland, Österreich und Malta
  • Das Staatsmonopol-Modell versus Lizenzierung privater Anbieter
  • Rolle der Glücksspielaufsichtsbehörden (z.B. GGL in Deutschland)
  • Unterschiedliche Besteuerungsmodelle für Wettsteuern

Die geplanten Lizenzen sollen eine Laufzeit von fünf Jahren haben und 30 Millionen BRL kosten, was umgerechnet etwa 5,4 Millionen Euro entspricht. Damit erhalten Anbieter das exklusive Recht, ihre Spiele im brasilianischen Markt anzubieten. Unternehmen, die bis zum 1.

Wie werden Nutzerinnen und Nutzer vor Spielsucht geschützt?

Doch der Bundesgerichtshof (BGH) legt den Fall dem Europäischen Gerichtshof (EuGH) vor. Welche Frage er an die Richterinnen und Richter in Luxemburg richtet? Bis Mitte 2012 hätten abgesehen von vereinzelten Fällen alter DDR-Lizenzen nur staatliche Anbieter in Deutschland Sportwetten veranstalten dürfen, sagt Rechtsanwalt und Glücksspielrechtsexperte Lennart Brüggemann. Um den Schwarzmarkt auszutrocknen, führten die Bundesländer 2012 einen neuen Glücksspielstaatsvertrag ein, der auch private Anbieter vorsah. Doch über acht Jahre sei keinem interessierten privaten Anbieter eine Konzession erteilt worden, so Brüggemann.

Kritische Stimmen häufen sich

Grund waren Bedenken der Verwaltungsgerichte zum behördlichen Verfahren. Anbieter blieben deshalb jahrelang in einem rechtlichen Schwebezustand. Erst 2020 erhielten die ersten eine Lizenz. Im Jahr darauf trat der heute gültige Glücksspielstaatsvertrag in Kraft, der die Sportwetten unter Auflagen offiziell legalisierte. Am BGH geht es um die Klage eines Mannes gegen den Wettanbieter Tipico (Az.

Ethische und regulatorische Herausforderungen

Er hatte von 2013 bis 2018 an Sportwetten teilgenommen und mehr als 3700 Euro verloren, die er zurückverlangt. Seiner Ansicht nach waren die Sportwetten unzulässig und die Wettverträge unwirksam, weil der Anbieter nicht die erforderliche Erlaubnis hatte. Tipico hatte eine Konzession zwar beantragt, erhielt sie aber erst 2020. Das Klagerecht hat der Prozessfinanzierer Gamesright dem ursprünglichen Kläger abgekauft. Zuletzt hatte das Landgericht Ulm erklärt, Tipico habe zwar gegen Vorschriften des Glücksspielstaatsvertrags in der damals gültigen Fassung verstoßen, die Wettverträge seien aber dennoch wirksam. Januar 2025 keine Lizenz erhalten haben, dürfen keine Glücksspielangebote bereitstellen und müssen mit harten Strafen rechnen.